Die Sache mit dem Umfeld

Du bist der Durchschnitt der fünf Personen, mit denen du am meisten Zeit verbringst.

Jim Rohn

Früher konnte ich diesen Satz nur wenig abgewinnen. Ich konnte mir nicht vorstellen, was damit gemeint ist. Außerdem bin ich doch ein eigenständiger Mensch! Wer wagt zu behaupten, dass ich Durchschnitt bin, mich nicht von der Masse abhebe.

Wenn du schneller an dein Ziel kommen möchtest, such dir jemanden, der bereits dort ist.

Auch mit dieser Aussage konnte ich lange nichts anfangen. Ich will mein Ding selber durchziehen und nicht an irgendjemandes Rockzipfel hängen.

Mittlerweile habe ich näher mit diesen Aussagen beschäftigt und auch Hintergrundwissen dazu gefunden.

Und es geht mal wieder um unser Gehirn. Dort befinden sich Überbleibsel aus unserem Primatendasein, die Spiegelneuronen. Die sind dafür verantwortlich, dass wir gähnen, wenn unser Gegenüber gähnt. Oder dafür, dass wir in der U-Bahn zurücklächeln, wenn uns jemand anlächelt. Hier geht es ganz klar um Anpassung. Aus evolutionärer Sicht ist Anpassung das A und O um zu überleben. Schließlich heißt aus der Masse abheben Gefahr. Ein Albino Hase wird im Feld schneller erspäht, als der gut getarnte Feldhase.

Das Bestreben unseres Gehirns ist daher immer, dazuzugehören, nicht aufzufallen. Deshalb ist es logisch, dass wir uns unserem Umfeld bis zu einem gewissen Grad anpassen. Dies mag am Anfang nicht aufregend klingen. Seit ich diesen Zusammenhang aber verstanden habe bin ich ein Stück weit wählerischer geworden, wie ich meine Zeit einteile.

Ich mag es, groß zu Träumen, ich mag es über mein Warum nachzudenken und meinem Leben einen tieferen Sinn zu geben. Dies fällt mir natürlich leichter, wenn ich mit meinem Umfeld über die großen Träume reden kann und das Umfeld vielleicht noch größere Träume hat. Weil mein Gehirn dann lernt, dass dies die natürlichste Sache der Welt ist und mich so Stück für Stück weiter bringt.

Das mag jetzt für die eine oder den anderen abgebrüht klingen. Ich habe aber für mich beschlossen, dass ich einen Unterschied machen möchte. Ich habe für mich beschlossen, dass ich die Welt besser machen möchte, freundlicher, bunter. Daher ist mir mein Umfeld mittlerweile sehr wichtig. Und ich orientiere mich an Menschen, die bereits da sind, wo ich hin will, um von ihnen zu lernen.

Ich stell mir das richtige Umfeld wie einen guten, nährstoffreichen Boden vor. Wenn hier ein Samenkorn in die Erde fällt, findet es die optimalen Bedingungen vor um zu wachsen und große Früchte zu tragen. Fällt das selbe Samenkorn auf einen steinigen Boden wird es nie große Früchte hervorbringen können.

All das heißt nicht, dass wir die Menschen in “richtig” oder “falsch” einteilen sollen. Auch sortiere ich nicht aus in “Nährstoffreich” und “Steinig”. Ich für mich bin wählerischer geworden mit wem ich meine Ziele bespreche. Merke ich, dass meine Ziele nicht mit den Zielen des Gegenübers übereinstimmen finden wir andere Themen, die uns Beide interessieren.

Mein Tip: Mach dir bewusst wo du hin möchtest und wähle dein Umfeld dementsprechend!

Alles liebe und let´s rock!

Deine Ursula